WOZU EIN EIGENES TEAM FÜR IHRE REHABILITATION?

Bei der Behandlung von Beckenbodenerkrankungen muss unbedingt die Komplexität dieser anatomischen Region berücksichtigt werden, die noch immer zu den am wenigsten erforschten gehört. Der Beckenboden ist ein funktionelles Scharnier zwischen der Wirbelsäule, dem Becken und den unteren Gliedmaßen. Der Urogenitalapparat sowie der Anorektalbereich sind eng mit der muskulär-ligamentären Komponente des Beckenbodens verbunden. Jede Veränderung der Statik und Dynamik, die durch Veränderungen der Wirbelsäule, des Beckens und der unteren Gliedmaßen ausgelöst wird, wirkt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die fasziale und muskuläre Komponente aus und führt so zu Störungen der Harn- und Stuhlfunktion.

So ist zu verstehen wie ein Patient mit Rückenschmerzen rezidivierende Blasenentzündungen oder Hämorrhoidalleiden haben kann. Ebenso können Störungen der Muskeln des Beckenbodens zunächst als anorektale Pathologien gedeutet werden oder Darmsymptome wie Koliken oder Stuhlentleerungsstörungen zum Ausdruck bringen.

Das Becken ist nämlich oft gezwungen, andere Strukturen zu kompensieren und drückt die funktionelle Überlastung mit Schmerzen oder Funktionsstörungen aus.

Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass diese Störungen durch ein koordiniertes Eingreifen von Fachleuten angegangen werden, die eng zusammenarbeiten. Sobald die Diagnose gestellt ist, bildet die osteopathische Becken-Rehabilitation die Grundlage für die Korrektur der Beckenfunktionsstörung.