Beckenboden-Physiotherapie
Die Beckenboden-Physiotherapie erzielt ihre besten Ergebnisse, wenn die Behandlung individuell auf den einzelnen Patienten zugeschnitten ist.
Es ist klar, dass die Therapie einer Frau nach einer Schwangerschaft andere Ziele und Methoden hat als die Behandlung eines Mannes nach einer Prostataoperation oder einer Frau in der Menopause mit Harninkontinenz.
Alle diese Menschen haben jedoch eines gemeinsam: Sie benötigen eine sorgfältige Abklärung und eine personalisierte physiotherapeutische Behandlung, da sie an einer Funktionsstörung im Bereich des Beckenbodens leiden.
Deshalb ist häufig eine interdisziplinäre Zusammenarbeit erforderlich – zwischen Urologe, Gynäkologe, kolorektalem Chirurgen, Osteopathen und gegebenenfalls weiteren Fachärzten.
Ziel ist es, alle relevanten medizinischen Informationen zu bündeln, damit der Physiotherapeut anschließend ein individuelles Beckenboden-Rehabilitationsprogramm für jeden Patienten erstellen kann.
Die Physiotherapeutin
Mit diesem Ansatz arbeitet Claudia Zocchi, die 2007 ihr Studium der Physiotherapie am Universitären Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe „Claudiana“ in Bozen mit Auszeichnung abgeschlossen hat.
Im Jahr 2014 erwarb sie außerdem das Diplom in Osteopathie mit Bestnote am Centro Studi di Osteopatia Tradizionale in Rom.
Von 2008 bis 2026 war sie beim Südtiroler Sanitätsbetrieb tätig.
Während dieser Zeit arbeitete sie im Krankenhaus von Brixen sowie in der außerklinischen Rehabilitation in Bozen und war Teil des Teams für Beckenboden-Rehabilitation. Dort widmete sie sich mit großer Leidenschaft der Behandlung von Becken- und Beckenboden-Erkrankungen.
Als begeisterte Alpinistin beschäftigte sie sich zudem intensiv mit Traumatologie und Überlastungsverletzungen im Sportklettern.
Ihre Leidenschaft für den Beruf führte sie dazu, ihre fachlichen Kompetenzen auch im orthopädischen Bereich zu erweitern – sowohl in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen vom Neugeborenenalter bis zur Adoleszenz als auch bei Erwachsenen.
„Die Freude an meiner Arbeit und die Neugier, mein Wissen ständig zu erweitern, motivieren mich zu kontinuierlicher Fort- und Weiterbildung. Derzeit konzentriere ich mich besonders auf die biodynamische Osteopathie sowie auf die Rehabilitation von Erkrankungen des weiblichen und männlichen Beckens. In meiner Arbeit ist mir der persönliche Kontakt zu den Menschen wichtig und das Verständnis für die Bedürfnisse der Patienten auf ihrem Weg zur Genesung.“
Behandelte Krankheitsbilder
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Belastungsinkontinenz
Unwillkürlicher Urinverlust bei körperlicher Belastung, z. B. beim Laufen, Springen, Husten, Lachen oder beim Heben von Gewichten. -
Dranginkontinenz
Unwillkürlicher Urinverlust infolge eines plötzlich auftretenden, starken Harndrangs, der es nicht mehr erlaubt, rechtzeitig die Toilette zu erreichen. -
Mischinkontinenz
Kombination aus Belastungs- und Dranginkontinenz. -
Nachträufeln nach dem Wasserlassen und unvollständige Blasenentleerung
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Inkontinenz für Gase oder Stuhl
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Chronische Verstopfung
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Beckenschmerzen, verursacht durch
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Narben nach Geburt oder Operation
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Steißbeinschmerzen (Kokzygodynie)
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erhöhten Muskeltonus der Beckenbodenmuskulatur
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Neuralgie des Pudendusnervs
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Dyspareunie
Schmerzen im Genitalbereich während des Geschlechtsverkehrs. -
Beckenorganprolaps
Senkung von Blase, Gebärmutter oder Enddarm in Richtung Scheide.
Diagnostischer und therapeutischer Weg
Wie wird entschieden, welche Behandlung sinnvoll ist?
Grundsätzlich kann eine Funktionsstörung organische oder funktionelle Ursachen haben. Daher setzt die Beckenboden-Physiotherapie immer eine fachärztliche Diagnose voraus (urologisch, uro-gynäkologisch oder koloproktologisch), um zu klären, ob eine physiotherapeutische Behandlung allein ausreichend ist oder mit anderen Therapien kombiniert werden muss.
In der Praxis von Dr. Ferrara werden in Zusammenarbeit mit Dr. Evi Comploj, Fachärztin für Urologie, die pelviperinealen Beschwerden jedes einzelnen Patienten analysiert und besprochen. Ziel ist es, für jeden Patienten einen individuell abgestimmten Therapieplan zu erstellen.
Die Untersuchung umfasst:
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eine fachärztliche Analyse der Symptome und klinischen Befunde im urologischen und kolorektalen Bereich
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eine posturale und funktionelle physiotherapeutische Bewertung
Auf dieser Grundlage kann ein Therapieplan erstellt werden, der
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konservativ-rehabilitativ,
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chirurgisch oder
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kombiniert (chirurgisch und rehabilitativ) sein kann.
Da viele Symptome von Beckenbodenerkrankungen unspezifisch sein können, dient die ärztliche Abklärung dazu, Erkrankungen auszuschließen, die nicht von einer Rehabilitation profitieren würden.
Die physiotherapeutische Funktionsdiagnostik hingegen bietet therapeutische Möglichkeiten, die allein durch eine chirurgische Behandlung nicht erreichbar wären, und trägt so dazu bei, das bestmögliche Ergebnis für den Patienten zu erzielen.
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